Der ehrliche Rentenlücken-Rechner: Wie groß ist deine Rentenlücke wirklich?
Ehrlich heißt: Ich rechne Kranken-, Pflegeversicherung, Steuer und Inflation ein. Die meisten Rechner lassen das weg. Die Zahl in deiner Renteninformation ist brutto, und bis zum Rentenbeginn verliert sie an Kaufkraft. Der kostenlose Rechner zeigt dir in drei Minuten, was dir im Ruhestand jeden Monat wirklich fehlt, welches Kapital du brauchst und welche Sparrate dahin führt.
Rentenlücke jetzt berechnen- 1Deine Situation
- 2Gesetzliche Rente
- 3Weitere Vorsorge
- 4Wunschrente
- 5Ergebnis
Die kurze Antwort
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Geld, das du im Ruhestand monatlich brauchst, und dem, was netto aus gesetzlicher Rente und weiteren Renten ankommt. Netto heißt: nach Kranken- und Pflegeversicherung, nach Steuern und in der Kaufkraft des Rentenbeginns. Diese Differenz musst du selbst schließen.
Warum die Lücke fast immer größer ist als gedacht
Die meisten rechnen mit der Bruttozahl aus der Renteninformation. Davon gehen aber rund 12 % Kranken- und Pflegeversicherung ab (§ 247 SGB V, § 55 SGB XI). Dazu kommt Einkommensteuer auf einen Anteil, der mit jedem Rentenjahrgang um 0,5 Punkte steigt (§ 22 EStG: 83,5 % bei Rentenbeginn 2025, 100 % ab 2058). Und bis zum Rentenbeginn verliert der Betrag durch Inflation an Kaufkraft. Bei 2 % pro Jahr sind 1.000 € in 30 Jahren noch rund 552 € wert.
Was der Rechner anders macht
Er zieht Kranken- und Pflegeversicherung und Steuer getrennt ab, mit dem Besteuerungsanteil deines Rentenbeginnjahrs. Gehst du vor der Regelaltersgrenze, rechnet er den gesetzlichen Abschlag von 0,3 % je Monat ein. Betriebsrente, Riester, Basisrente und private Renten besteuert er jeweils nach ihren eigenen Regeln. Dann rechnet er die Netto-Vorsorge auf ihre Kaufkraft zum Rentenbeginn zurück. Die Lücke ist Wunschrente minus Kaufkraft. Daraus folgt die notwendige Sparrate.
Wie du die Lücke schließt, hängt von deiner Situation ab. Wer Zugriff auf sein Geld behalten will, nimmt eher einen ETF-Sparplan, wer eine lebenslange Rente will, eher eine ETF-Rentenversicherung. Angestellte prüfen zuerst die betriebliche Altersvorsorge, Selbstständige die Basisrente.
So berechnest du deine Rentenlücke in fünf Schritten
Der Rechner macht das für dich. So kannst du das Ergebnis nachvollziehen.
Deine Situation
Geburtsjahr, heutiges Netto und Rentenbeginn. Daraus folgen Regelaltersgrenze, Abschlag oder Zuschlag und die Jahre bis zur Rente.
Gesetzliche Rente netto
Hochgerechnete Rente ohne Anpassung, minus 12,4 % Kranken- und Pflegeversicherung, minus Einkommensteuer auf den Besteuerungsanteil deines Rentenbeginnjahrs.
Weitere Vorsorge netto
Betriebsrente, Riester, Basisrente, private Renten, optional Vermögen und Miete. Jede mit ihrer eigenen Besteuerung.
Wunsch und Kaufkraft
Deine Wunschrente in Euro oder Prozent vom Netto. Die Netto-Vorsorge wird mit 2 % Inflation auf den Rentenbeginn zurückgerechnet.
Lücke und Sparrate
Wunsch minus Kaufkraft ist die Lücke pro Monat und Jahr. Daraus folgt die Sparrate ab heute, je nach Rendite, so dass die Lücke bis 90 gedeckt ist.
Was der Rechner kann, und was nicht
Der Rechner zeigt dir, wie groß deine Lücke ist und woher sie kommt. Das reicht, um zu entscheiden, ob du etwas tun musst.
Was er nicht kann: deine Steuer genau berechnen (Ehepaare, weitere Einkünfte, Kirchensteuer), Rentenerhöhungen vorhersagen oder ein Produkt empfehlen. Die Sparrate ist eine Beispielrechnung vor Kosten und Steuern, keine Prognose.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Rentenlücke
Was ist eine Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist der Betrag, der dir im Ruhestand jeden Monat fehlt: deine Wunschrente minus das, was netto aus gesetzlicher Rente und weiterer Vorsorge ankommt. Netto heißt nach Kranken- und Pflegeversicherung, nach Steuern und in der Kaufkraft des Rentenbeginns. Diese Differenz musst du selbst schließen, mit Vermögen, Sparplan oder privater Rente.
Wie wird die Rentenlücke berechnet?
Rentenlücke = Wunschrente heute minus Kaufkraft deiner Netto-Vorsorge zum Rentenbeginn. Ich rechne in fünf Schritten: Von der hochgerechneten gesetzlichen Rente ziehe ich 12,4 % Kranken- und Pflegeversicherung und die Einkommensteuer ab. Dazu kommen Betriebsrente, Riester, Basisrente und private Renten, jede nach ihren eigenen Steuerregeln. Die Summe rechne ich mit 2 % Inflation pro Jahr auf den Rentenbeginn zurück. Was dann zu deiner Wunschrente fehlt, ist die Lücke pro Monat und pro Jahr. Daraus folgen das nötige Kapital und die Sparrate.
Welche Zahl aus der Renteninformation brauche ich?
Die hochgerechnete Regelaltersrente ohne Rentenanpassung. Sie ist die dritte Zahl unter „Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente“ und gilt, wenn du wie bisher weiter einzahlst. Die Varianten mit 1 oder 2 % Anpassung sind optimistischer, ich rechne vorsichtig. Im Rechner zeige ich dir ein markiertes Muster. Keine Renteninformation zur Hand? Du kannst sie bei der Deutschen Rentenversicherung online abrufen. Ab 27 Jahren und fünf Beitragsjahren kommt sie jedes Jahr per Post.
Wie wird die Steuer berücksichtigt?
Als Rentner zahlst du Einkommensteuer auf einen Teil deiner gesetzlichen Rente. Dieser Besteuerungsanteil hängt vom Jahr deines Rentenbeginns ab: 83,5 % bei Rentenbeginn 2025, dann jedes Jahr 0,5 Punkte mehr, 100 % ab 2058 (§ 22 EStG). Betriebsrente und Riester sind voll steuerpflichtig, die Basisrente wie die gesetzliche Rente, private Rentenversicherungen nur mit dem Ertragsanteil, bei Rentenbeginn mit 67 sind das 17 %. Ich rechne mit dem Grundfreibetrag von 12.348 € und dem Grundtarif 2026 für Alleinstehende. Stand 2026, bitte prüfen. Ehepaare, Kirchensteuer und weitere Einkünfte rechne ich im Gespräch nach, nicht hier.
Wie wird die Inflation berücksichtigt?
Ich rechne deine Netto-Vorsorge mit 2 % Inflation pro Jahr auf ihre Kaufkraft zum Rentenbeginn zurück. 2 % ist das Ziel der EZB. Beispiel: 1.000 € sind in 30 Jahren noch rund 552 € wert. Die Lücke ist dein heutiger Wunsch minus dieser Kaufkraft. Rentenerhöhungen rechne ich nicht ein, das ist die vorsichtige Variante. Die meisten Rechner lassen die Inflation weg und zeigen deshalb eine zu kleine Lücke.
Wie hoch ist die Rentenlücke?
Das hängt von Jahrgang, Einkommen, Rentenbeginn und Vorsorge ab, deshalb gibt es keine Zahl für alle. Beispiel: Jahrgang 1990, 2.800 € netto, Rente mit 67, 1.400 € hochgerechnete Rente, keine weitere Vorsorge. Netto bleiben rund 1.200 € im Monat, in heutiger Kaufkraft zum Rentenbeginn 2057 rund 650 €. Die Lücke liegt dann bei rund 2.150 € im Monat, wenn du dein heutiges Netto behalten willst. Mit 80 % Wunschrente wären es rund 1.590 €. Trag deine Zahlen ein, der Rechner braucht drei Minuten.
Wie kann ich die Rentenlücke schließen?
Mit Vermögen, das zum Rentenbeginn eine monatliche Entnahme oder Rente liefert. Der Rechner zeigt dir, welches Kapital du brauchst und welche Sparrate ab heute dahin führt. Welcher Weg passt, hängt von deiner Situation ab: Wer Zugriff auf sein Geld behalten will, nimmt eher einen ETF-Sparplan. Wer eine lebenslange Rente will, eher eine ETF-Rentenversicherung. Angestellte prüfen zuerst die betriebliche Altersvorsorge, Selbstständige die Basisrente. Der größte Hebel ist die Zeit: Je früher du anfängst, desto kleiner die Rate.
Was passiert mit meinen Angaben?
Der Rechner läuft komplett in deinem Browser. Nichts wird an einen Server übertragen. Erst wenn du dir das Ergebnis per E-Mail schicken lässt, sehe ich deine Zahlen.
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