Wie groß ist deine Rentenlücke wirklich?
Die Zahl in deiner Renteninformation ist brutto. Davon gehen Kranken- und Pflegeversicherung und Steuer ab, und bis zum Rentenbeginn verliert der Betrag durch Inflation an Kaufkraft. Der kostenlose Rechner zeigt dir in zwei Minuten, was dir im Ruhestand jeden Monat fehlt.
Rentenlücke jetzt berechnenDie kurze Antwort
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Geld, das du im Ruhestand monatlich brauchst, und dem, was netto aus gesetzlicher Rente und weiteren Renten ankommt. Netto heißt: nach Kranken- und Pflegeversicherung, nach Steuern und in der Kaufkraft des Rentenbeginns. Diese Differenz musst du selbst schließen.
Warum die Lücke fast immer größer ist als gedacht
Die meisten rechnen mit der Bruttozahl aus der Renteninformation. Davon gehen aber rund 12 % Kranken- und Pflegeversicherung ab (§ 247 SGB V, § 55 SGB XI). Dazu kommt Einkommensteuer auf einen Anteil, der mit jedem Rentenjahrgang um 0,5 Punkte steigt (§ 22 EStG: 83,5 % bei Rentenbeginn 2025, 100 % ab 2058). Und bis zum Rentenbeginn verliert der Betrag durch Inflation an Kaufkraft. Bei 2 % pro Jahr sind 1.000 € in 30 Jahren noch rund 552 € wert.
Was der Rechner anders macht
Er zieht Kranken- und Pflegeversicherung und Steuer getrennt ab, mit dem Besteuerungsanteil deines Rentenbeginnjahrs. Wählst du Rente mit 65, rechnet er den gesetzlichen Abschlag von 0,3 % je Monat ein. Und er rechnet die Netto-Rente auf ihre Kaufkraft zum Rentenbeginn zurück. Die Lücke ist dann Bedarf minus Kaufkraft. Die meisten Rechner lassen die Inflation weg und zeigen deshalb eine zu kleine Lücke.
Wie du die Lücke schließt, hängt von deiner Situation ab. Wer Zugriff auf sein Geld behalten will, nimmt eher einen ETF-Sparplan, wer eine lebenslange Rente will, eher eine ETF-Rentenversicherung. Angestellte prüfen zuerst die betriebliche Altersvorsorge, Selbstständige die Basisrente.
So berechnest du deine Rentenlücke in vier Schritten
Der Rechner macht das für dich. So kannst du das Ergebnis nachvollziehen.
Bedarf festlegen
Dein heutiges Netto ist der Bedarf im Ruhestand. Nur wenige brauchen im Alter wirklich weniger.
Rente netto rechnen
Hochgerechnete Rente aus der Renteninformation, minus 12,4 % Kranken- und Pflegeversicherung, minus Einkommensteuer auf den steuerpflichtigen Anteil, plus weitere Renten.
Kaufkraft bestimmen
Die Netto-Rente wird mit 2 % Inflation pro Jahr auf den Rentenbeginn zurückgerechnet, ohne künftige Rentenerhöhungen.
Lücke ablesen
Bedarf minus Kaufkraft der Renten ist deine monatliche Rentenlücke. Diesen Betrag musst du selbst schließen.
Was der Rechner kann, und was nicht
Der Rechner zeigt dir, wie groß deine Lücke ist und woher sie kommt. Das reicht, um zu entscheiden, ob du etwas tun musst.
Was er nicht kann: deine Steuer genau berechnen (Ehepaare, weitere Einkünfte, Kirchensteuer), Rentenerhöhungen vorhersagen oder ein Produkt empfehlen. Auf Betriebsrenten oberhalb des Freibetrags fallen zusätzlich Kranken- und Pflegebeiträge an. Das rechne ich im Gespräch nach, nicht hier.
Wenn du deine Renteninformation nicht zur Hand hast: Du kannst sie bei der Deutschen Rentenversicherung online abrufen oder anfordern. Ab 27 Jahren und fünf Beitragsjahren kommt sie jedes Jahr per Post.
Häufige Fragen
Was viele vor der Rechnung wissen wollen.
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Geld, das du im Ruhestand monatlich brauchst, und dem, was netto aus gesetzlicher Rente und weiteren Renten ankommt: nach Kranken- und Pflegeversicherung, nach Steuern und in der Kaufkraft des Rentenbeginns. Diese Differenz musst du selbst schließen, mit Vermögen, Sparplan oder privater Rente.
Welche Zahl aus der Renteninformation trage ich ein?
Die hochgerechnete Regelaltersrente ohne Rentenanpassung. Sie steht in der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung unter der Annahme, dass du wie bisher weiter einzahlst. Die Varianten mit 1 oder 2 % Anpassung sind optimistischer, ich rechne lieber vorsichtig.
Warum ziehst du Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Steuer ab?
Weil die Zahl in der Renteninformation brutto ist. Als Rentner zahlst du rund 12 % für Kranken- und Pflegeversicherung und je nach Rentenbeginn Einkommensteuer auf einen wachsenden Anteil der Rente. Wer nur mit brutto rechnet, unterschätzt seine Lücke deutlich.
Wie geht der Rechner mit Inflation um?
Er rechnet deine Netto-Rente mit 2 % Inflation pro Jahr auf den Rentenbeginn zurück. So siehst du, was die Rente dann in heutiger Kaufkraft wert ist. Die Lücke ist dein heutiger Bedarf minus dieser Kaufkraft. Rentenerhöhungen rechne ich nicht ein, das ist die vorsichtige Variante.
Warum 100 % vom Netto als Bedarf?
Weil die verbreitete 80-%-Faustregel meist zu optimistisch ist. Sparraten und Arbeitsweg fallen weg, dafür steigen die Ausgaben für Gesundheit, Wohnen und Freizeit. Nur wenige brauchen im Alter wirklich weniger. Ich rechne deshalb mit deinem vollen heutigen Netto.
Was passiert mit meinen Angaben?
Der Rechner läuft komplett in deinem Browser. Nichts wird an einen Server übertragen. Erst wenn du dir das Ergebnis per E-Mail schicken lässt, sehe ich deine Zahlen.
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